Impfzwang in Italien – eine Stellungnahme

Impfzwang in Italien – eine Stellungnahme

Passend zur Thematik, folgendes Video:

Betreff : LW-Artikel vom 18. Juli 2017 von Dominik Straub, Rom

LW – Italien steht vor Einführung des Impfzwangs

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Über das Prinzip des Impfens

und die unausgewogene Berichterstattung in den Medien

Stellungnahme von AEGIS Luxemburg

Wir begrüßen, dass das Thema „Impfzwang in Italien“ Einzug in die luxemburger Medienlandschaft gehalten hat. Bisher wurde kaum in den Mainstreammedien über das neue Gesetz vom 19. Mai 2017, das für Italien insgesamt 12 (neuster Stand: 10) Zwangsimpfungen vorsieht, und die daraus resultierenden massiven Proteste der italienischen Bevölkerung, berichtet. Wir können verstehen, dass Herr Straub seinen Unmut gegenüber den „Impfgegnern“ ausdrückt, gilt es doch, seiner Auffassung der Sachlage nach, eine Epidemie durch Masern abzuwenden und die Kinder mit Hilfe der Impfungen vor Krankheit zu schützen. Er basiert sich dabei auf den Herdenschutz, nach dessen hypothetischem Prinzip eine Gruppe geschützt ist, wenn genügend geimpfte Menschen (um die 95%) die Verbreitung einer Krankheit verhindern.

Wir möchten die Darstellungen des Autors unter die Lupe nehmen und einige seiner Aussagen kritisch beleuchten.

Opfer von Schauermärchen?

Herr Straub bezeichnet die regional zehn- bis insgesamt hunderttausende Demonstranten als „Opfer von Verschwörungstheorien und Schauermärchen“, über die sie „in esoterisch angehauchten Internetforen und sozialen Medien lesen“. Allein in Pesaro waren am 8. Juli 2017 etwa 40.000 Menschen auf einer beeindruckenden Veranstaltung anwesend. Die Redner machten unter anderem auf eine massive Verletzung der Grundrechte aufmerksam. Wir finden die Äußerungen des Autors gegenüber engagierten Müttern und Vätern befremdlich. Wo bleibt die Ausgewogenheit bei der Berichterstattung? Die Betroffenen möchten nur das Beste für ihre Kinder und damit selbst entscheiden dürfen, welche medizinischen Eingriffe sie für diese wünschen. Sie wehren sich gegen die Entwicklung, dass Gesundheit per Dekret mit 12 Pflichtimpfungen (aufgrund einer Konsenswissenschaft, die jeglicher wissenschaftlicher Ernsthaftigkeit entbehrt) von Staat und Politik verordnet werden soll. Gesundheit scheint hier allein auf Impfungen zu gründen – eine ziemlich einseitige Auffassung, die allein auf Abwesenheit von sogenannten Infektionskrankheiten basiert…

Diese vereinfachende Sichtweise berücksichtigt nicht die Einzigartigkeit eines jeden Menschen und damit dessen ureigene Reaktionen bei Krankheitsprozessen. Eine individualisierte Begleitung ist also stets erforderlich. Auf dieser Basis verlangen die besorgten Eltern vor allem nach Entscheidungsfreiheit (libertà di scelta). Wieso werden Menschen, welche dies ansprechen, verächtlich wie Schwachsinnige dargestellt, wo bleibt eine offene, objektive Auseinandersetzung mit dem Thema?

Irrationalität des Rechtssystems

Die Gesetzesvorlagen in Italien (und Frankreich) haben die Irrationalität der überzähligen Impfungen jetzt deutlicher denn je gezeigt. Immer mehr Menschen fangen an, den Sinn dieser jeglicher begründeten Notlage entbehrenden Verordnungen zu hinterfragen. Wieso soll gegen 12 Krankheiten geimpft werden, wenn es doch darum geht eine „Masernepidemie“ einzudämmen, und wo diesbezüglich selbst die WHO von guten Erfolgen allein mit der Gabe von Vitamin A spricht? Wieso soll, im Sinne eines vermuteten Herdenschutzes, gegen Krankheiten geimpft werden, die nicht einmal, wie z.B. Tetanus, als ansteckend gelten, keine Bedrohung mehr (und zwar nicht wegen der Impfungen) darstellen oder bei denen nach Genesung wohl kaum eine lebenslange Immunität entsteht, wie bei Tetanus, Diphtherie und Mumps? Wo bleiben gesunder Menschenverstand und Logik?

Es geht hier zudem nicht nur um Impfungen, sondern um Bereiche wie Rechtsstaat, Demokratie, Freiheit, Gesundheit und Leben. Es ist nachvollziehbar, dass bei dieser Sachlage die Pharmaindustrie unter Verdacht gerät und sich der Zorn der Eltern ebenfalls gegen diese richtet.

Welche Epidemie?

Die 3.500 Masernerkrankungen in Italien im ersten Halbjahr 2017 wären auf Luxemburg bezogen etwa 35 Fälle. Würden wir dann schon von einer Epidemie sprechen? Im Jahr davor gab es an Erkrankungen nur ein Sechstel dieser Zahl. Allerdings grassiert eine Epidemie der etwas anderen Art, und zwar die der einseitigen Berichterstattung in den Medien und der tendenziösen Artikel, welchen es an vertiefter und ausgewogener Recherche mangelt, die zudem auf einer nicht fundierten Verbreitung von Angst baut – sicher nicht die Angst vor einer, wenn korrekt begleiteten, meist harmlosen Masernerkrankung. Zudem sollten Definition und Gefährlichkeit des Masernvirus und der daraus resultierenden Erkrankung einer sehr ernsten Überprüfung unterzogen werden.

Sollte das Gesetzesprojekt abgesegnet und umgesetzt werden, werden in naher Zukunft tatsächliche „Epidemien“ von chronischen Krankheiten jeder Art und weiteren Impfschäden zu erwarten sein.

Vor allem sei zu bemerken, dass Herrn Straubs Analyse auf einem Zirkelschluss basiert. Ein Zirkelschluss setzt das zu Beweisende als bewiesen voraus. Impfungen sollen das Beste sein, was die Medizin hervorgebracht hat? Dieser Glaube beruht auf Fehlentwicklungen in der Medizingeschichte seit Pasteur, Koch, Virchow u.a. Angeblich sollen durch Impfungen Krankheiten ausgerottet worden sein, obwohl es keinen Beweis für diese Behauptung gibt. Krankheiten kann man nicht ausrotten, die Bedingungen aber, die zu Krankheit führen, können sehr wohl beseitigt werden.

Wir von AEGIS, genau wie zahlreiche Vereinigungen und Forscher in diesem Bereich, verlangen seit jeher nach wissenschaftlichen Beweisen, dass Impfungen tatsächlich vor Krankheit schützen, wobei Wissenschaft nach den Regeln der Deutschen Forschungsgemeinschaft in der Denkschrift „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ von 1998 definiert ist.

Herr Straub und ähnlich argumentierende Journalisten werden demnach selbst Opfer von Schauermärchen, wo wir aber korrekterweise von Zirkelschlüssen und Fehlinformationen sprechen sollten. Wir möchten ihm und allen Interessierten die Möglichkeit bieten, dies zu überprüfen und zu recherchieren, wie es die Berufsethik des Journalisten vorgibt. Für detaillierte Informationen stehen wir gerne zur Verfügung und freuen uns über einen Austausch.

AEGIS Luxemburg, 22. Juli 2017

 

 

 

 

 

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