Monat: Januar 2015

Pressefreiheit und Impfungen

Pressefreiheit und Impfungen

Ich bin Charlie… und Kevin… und Cynthia…

Oder die Geschichte der Selbstzensur der Presse

8. Januar 2015: Ganz Frankreich ist erschüttert. Der tödliche Angriff in der Redaktion von Charlie Hebdo löst weltweit einen Aufschrei der Empörung aus. Die Reaktion des französischen Volkes ist ohnegleichen. Im Nu verbreitet sich ein einfacher Slogan im Lande und weit darüber hinaus: „Je suis Charlie“ (Ich bin Charlie). Das Symbol von Feder und Bleistift als Verteidigung gegen die Kalaschnikows. Die Botschaft ist kristallklar: niemals werden wir erlauben, dass uns die Pressefreiheit gestohlen wird, auch nicht unsere Redefreiheit, von niemandem!

Herzerwärmend, wie ein Volk so spontan solidarisch vereint, diesen wichtigen Wert verteidigt, um Terrorismus und Extremismus in die Ecke zu treiben und um ihm mit einer Botschaft von Toleranz und friedlicher Solidarität entgegenzutreten.

Diese Begebenheit berührt auch uns, die wir uns für Meinungs- und Entscheidungsfreiheit im Bereich der Impfungen einsetzen auf schmerzliche Weise. Was sollen wir über die Selbstzensur der Presse denken, dem „Sperrgürtel“, welcher die Bewegung der Impfkritik in ihrer Gesamtheit jahraus jahrein mundtot macht?

Die Opfer des Blutbads bei Charlie Hebdo, sowie jene des Pariser Supermarkts verdienen unser Mitgefühl, aber die Unzahl der Opfer, die nach einer Impfung ihr Leben lassen mussten oder deren Gesundheit jedes Jahr geschädigt wird, werden von berufswegen von der ganzen Presse totgeschwiegen, ausnahmslos. Hat unsere Presse das Recht die Redefreiheit zu proklamieren, um dann wider besseres Wissen absichtlich das Schicksal der Opfer von Impfungen zu ignorieren? Hat sie das Recht muslimische Terroristen anzuklagen, wenn sie gleichzeitig die Untaten der Pharma-Mafia unter dem Deckmäntelchen der Barmherzigkeit schützt?

Nein, selbstverständlich nicht – und doch ist es unsere alltägliche Realität. Das tut weh: Nicht nur uns, den Aktivisten, denen bewusst ist, dass sie gegen einen mächtigen Gegner kämpfen, sondern insbesondere den zahlreichen Opfern, die auf diese Weise keine Gerechtigkeit von genau jener Presse erhoffen können, die jetzt mit solcher Leidenschaft die Presse- und Redefreiheit verteidigt.

Dürfen wir hoffen, dass die dramatischen Ereignisse die Augen von wenigstens einigen Journalisten öffnen, und sie verstehen lassen, dass es höchste Zeit ist, ihre Janusmaske abzunehmen?

Dr. „Charlie“ Kris Gaublomme

für das European Forum for Vaccine Vigilance (Europäisches Forum für Impfüberwachung)